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ArchitektOUren spezial | Bauhausstadt Dessau

Dessau, die ehemalige Residenzstadt der Askanier (Anhaltiner), liegt in einer landschaftlich reizvollen Umgebung, die durch die Flußauen von Elbe und Mulde geprägt ist. Heute ist sie die drittgrößte Stadt Sachsen-Anhalts. Unter dem Fürsten Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau wurde Dessau im ausgehenden 18. Jahrhundert zu einem Zentrum der deutschen Aufklärung. Seine Reformpläne umfassten neben der Landwirtschaft auch Bildung und Kultur. Das von Weltoffenheit und humanistischem Geist geprägte Wirken machte Dessau in dieser Zeit zu einer mit dem klassischen Weimar vergleichbaren Stadt. Das Dessau-Wörlitzer Gartenreich, bei dessen Gestaltung Fürst Leopold III. von Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorff und Johann Friedrich Eyserbeck unterstützt wurde, ist der erste große Landschaftsgarten im kontinentalen Europa und ein Beispiel für ein harmonisches Miteinander von Gartengestaltung, Kunst, Architektur und Natur.

Als 1925 der Dessauer Gemeinderat beschloss, dem Vorschlag des Bürgermeisters Hesse zu folgen, das 1919 gegründete „Staatliche Bauhaus Weimar“ nach Dessau zu holen, hatte sich die Stadt bereits zu einem bedeutenden Industriestandort entwickelt. Der Flugzeugbau von Hugo Junkers, die Gasgeräteproduktion, die chemische Industrie und der Maschinenbau nahmen einen rasanten Aufschwung. Für die Arbeit des Bauhauses gab es günstige Voraussetzungen. Hier konnte das in Weimar begonnene Lehrprogramm, „die Einheit von Kunst und Technik“, fortgesetzt und weiterentwickelt werden. In dem in kürzester Zeit fertig gestellten Schulgebäude, heute Sitz der Stiftung Bauhaus Dessau, boten sich ideale Bedingungen für die Ausbildung in Architektur, Design, künstlerischen und handwerklichen Disziplinen. Das Gebäude selbst, von Walter Gropius unter Mitarbeit von Carl Fieger geplant, ist ein Meisterwerk der Moderne. 1932 musste das Bauhaus aus politischen Gründen nach Berlin umziehen und wurde dort von Mies van der Rohe bis 1933 als private Einrichtung weitergeführt. Das Bauhausgebäude in Dessau wurde in der Zeit des Nationalsozialismus entstellt, gegen Ende des Zweiten Weltkriegs schwer beschädigt und in den folgenden Jahrzehnten mehrfach umgebaut, bevor es in den 1970er Jahren entsprechend seinem ursprünglichen Erscheinungsbild wiederhergestellt wurde. Zeitgleich zur Aufnahme des Bauhausgebäudes in die Liste des UNESCO Welterbes 1996 wurde eine umfassende Sanierung beschlossen, die 2006 ihren Abschluss finden soll. Die zahlreichen anderen erhaltenen Bauten der Bauhauszeit, viele von ihnen mittlerweile denkmalgerecht saniert, machen Dessau zu einem lohnenden Ziel für Freunde der Klassischen Moderne.

Projekte der Bauhausstadt Dessau:
Übersichtskarte mit Objekten [PDF]
Bauhausgebäude [PDF]
Meisterhäuser [PDF]
Kornhaus [PDF]
Arbeitsamt [PDF]
Siedlung Dessau-Törten [PDF]
Konsumgebäude [PDF]
Laubenganghäuser [PDF]
Stahlhaus [PDF]
Haus Fieger [PDF]
Campus der Hochschule Anhalt (FH) [PDF]
Umweltbundesamt [PDF]
weitere Projektempfehlungen [PDF]



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